Weihrauch in der Medizin

Der Weihrauch in der Medizin

Profitieren Sie besonders bei der Behandlung von Entzündungskrankheiten! Räucherstäbchen kennen die meisten Menschen aus der Kirche. Aber auch das Harz des Weihrauchbaumes hat in der Medizin eine lange Tradition. Der Lehrstuhlinhaber für Pharmazeutische und Medizinische Chemie ist überzeugt. Der Lehrstuhl für Pharmazeutische und Medizinische Chemie ist überzeugt.

In der Medizin wurde der Weihrauch dann weitgehend vergessen.

Weihrauch und Weihrauch - Einsatz in der Westmedizin - Geschichtliche Anwendungen und neue wissenschaftliche Ergebnisse| Hermann P.T. Ammon

Dieser Band schildert auf faszinierende Art und Weise die Verwendung von Weihrauch als Medizin über Jahrtausende und nach dem Vergiessen seine Entdeckung als vielversprechende Medizin. Umfassende Pharmakologiestudien haben Effekte im Entzündungs- und Tumorbereich gezeigt. Die ersten klinischen Untersuchungen, angereichert mit Erfahrungsberichten aus der medizinischen Fachpraxis, deuten auf eine Effektivität bei chronischen Entzündungserkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Arthrose des Kniegelenks, chronische entzündliche Darmkrankheiten (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn), Bronchialasthma und peritumorales Gehirnödem, mit nur geringfügigen Begleiterscheinungen hin.

Räucherstäbchen - Götterduft, Medizin für Menschen

"Räucherstäbchen zum Säubern und Kleben von Verletzungen sowie gegen Schlaganfall und Epilepsie", so ein Beitrag in einer Apothekerzeitschrift vor einigen Jahren. Weihrauch, Geld und Myrre waren die Schätze der antiken Zeit. Diese werden als Abkochung, Alkoholextrakt, Trituration, in der Tablette, in medizinischen Öl oder als Körperpackung verwendet.

Der Weihrauch ist ein Kunstharz, das aus den Bäumen der Gattungen Boswellia sarrata, Boswellia sacra, Boswellia frereana oder Boswellia papyrifera durch Kratzen der Baumrinde hergestellt wird. Die wichtigsten Anbaugebiete von Weihrauchbäumen sind der Nahe Osten, vor allem der Oman, Yemen, Somalia und Indien. Die austretenden Harze verfestigen sich in der Atemluft und werden in aufwändiger, manueller Arbeit mit einem Spezialschaber abgeerntet und auf Räucherstäbchen verkauft.

Einem Importeur zufolge wurden 2010 rund 800 Tonnen Weihrauchharz nach Europa eingelesen. Der Einsatz von Weihrauch ist in der asiatischen Traditionsmedizin vor allem in Indien (Ayurveda) und im Nahen Osten bekannt. Weihrauch-Extrakte haben entzündungshemmende Wirkung, sind anti-allergisch und wirksam gegen Tumore. Bei Weihrauchharzen sind nach dem heutigen Stand der Erkenntnisse als Inhaltsstoffe der Boswelliasäure die pharmazeutisch aktiven Komponenten zu nennen.

Neuere Forschungen haben gezeigt, dass Kathepsin G das Angriffsziel von Boswelliasäure ist. Bei der Umsetzung von In-vitro-Ergebnissen in Therapiekonzepte stellt die biologische Verfügbarkeit von Phytoagenzien eine große Herausforderung dar. Im Bereich der Bleiglanztechnik sind Fahrzeuge mit Phosphatidylcholin viel versprechende Verkehrssysteme. Durch Einkapseln in Liposome oder Nanoteilchen kann die biologische Verfügbarkeit von Boswelliasäure signifikant gesteigert werden.

Beim Verzehr mit der Nahrung muss die Darmschleimhautbarriere durchbrochen werden, um signifikante Mengen an Boswelliasäure im Körper zu haben. Die Forschungsgruppe um Jan Hüsch hat gezeigt, dass die Aufnahmefähigkeit und biologische Verfügbarkeit der einzelnen Phosphatidylcholine durch phosphathaltige Transporte signifikant gesteigert werden kann[5]. Im Jahr 2005 wurde die Therapie entzündlicher und bösartiger Hautkrankheiten mit Weihrauch-Extrakten oder mit vereinzelten Weihrauchsäuren und deren Abkömmlingen zum ersten Mal in Wissen um die antiken Texte des Ayurveda beschrieben[6, 7].

Neurodermitis, aktuelle Keratose, Schuppenflechte, Rosacea und andere Hautkrankheiten sind durch Barriereschädigungen und Entzündung gekennzeichnet. Der nanopartikuläre, verkapselte Weihrauch-Extrakt ist gegen entzündliche Hautkrankheiten hoch wirksam und hat eine signifikante Faltenglättung. Damit Hautschäden durch starke Elastase-Aktivität verhindert werden, müssen die aktiven Inhaltsstoffe die Hautschutzbarriere durchbrechen und dann in ausreichend hoher Dosierung in die tiefen Schichten der Hautschicht gelangen.

Aus einer für die hydrophilen Stoffe nahezu unüberwindlichen Fettschicht wird die Barriere der Haut aufgebaut. Zur Durchdringung dieser Fettschicht müssen aktive Inhaltsstoffe in geeigneten Transportvehikeln wie z. B. Fettstoffen oder Nanopartikeln aufbereitet werden. Der Liposomenmantel setzt sich aus Doppelmembranen (Doppelschichten) zusammen, die in der freien Natur für den Bau von Zellen vonnöten sind. Auch bei Nanopartikeln gibt es eine Phosphatidylcholinschale.

Die hydrophilen Stoffe sind in Fettgewebe und die lipophilen Stoffe in Nanopartikeln eingekapselt. Der Fahrzeugmantel ist nicht nur eine Versandverpackung, sondern beinhaltet wertvolle hauterneuernde Inhaltsstoffe wie polyungesättigte Fette und Cholin, eine Substanz, die Zellschutzfunktionen hat. Nanodispersionen von Boswellia weisen eine sehr gute Wirkung bei der topischen Anwendung bei Entzündungskrankheiten der Haut wie Neurodermitis, Akne, Psoriasis und Dermatitis sowie bei wuchernden Hautkrankheiten wie der aktinischen Verhornungsstörung auf[8].

Räucherstäbchen werden seit Tausenden von Jahren nicht nur zu rituellen Anlässen, sondern auch als Mittel benutzt. Jüngste Forschungsresultate haben gezeigt, dass Boswelliasäure aus Weihrauch ein vielversprechendes Pflanzenarzneimittel ist und besonders wirksam gegen Entzündung in örtlicher und mündlicher Darreichungsform ist. Räucherstäbchen können als Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung entzündlicher Haut- und Gelenkserkrankungen sowie chronischer Darmkrankheiten und damit zur Verbesserung der Lebensbedingungen eingenommen werden.

Das ist nicht nur ein Parfum für die Gottheiten, sondern auch eine Medizin für die Menschen.

Mehr zum Thema