Weihrauch Inhaltsstoffe

Räucherstäbchen Zutaten

Im Europäischen Arzneibuch (PhEur) wird indischer Weihrauch (Olibanum indicum) definiert, der aus Boswellia serrata stammt. Was muss ich bei der Verwendung von Räucherstäbchen beachten? ("Triterpene") gelten als die gesundheitlich wertvollsten Inhaltsstoffe. Die Boswelliasäuren, einer der bekanntesten Bestandteile von Weihrauch, aber es gibt auch andere, die die Wirkung von Weihrauch beeinflussen. In unseren Räucherkapseln ist unser standardisierter, definierter Räucherextrakt enthalten.

Boswelliasäure (BAs), die wirksamen Weihrauchsubstanzen

Die Räucherharze bestehen aus Schleim (ca. 15-20 %), ätherische Öle (7-10 %), neutrale Komponenten (ca. 30 %) und Harzsäure (ca. 30 %). Auf die Inhaltsstoffe von Weihrauch und die aktiven Inhaltsstoffe (neutrale Komponenten und Harzsäuren) wird im weiteren Verlauf nur eingegangen. Der bekannteste Bestandteil von Weihrauch sind Boswelliasäure.

Es handelt sich dabei um die Harzsäure, in die man unterteilt: Boswelliasäure ist die häufigste Säure im Duftharz. Auch sie sind für die Räucherpflanze typisch, was bedeutet, dass sie nur in dieser vorkommt. Diese sind bereits sehr gut gekennzeichnet, da sie - nach wissenschaftlichen Erkenntnissen - wesentlich zur medizinischen Nutzwirkung von Weihrauch beizutragen haben.

Sie zählen zu den pentacyclischen Triterpenen. Alle BAs machen zusammen etwa 30-50% der Harzsäure aus. Weniger bekannt sind die anderen Harzsäurearten, aber nach dem heutigen Stand der Forschung sind sie auch für die Auswirkung von Weihrauch Mitverursacher. Im Gegensatz zu Boswelliasäure sind sie nicht nur für die Räucherpflanze typisch, sondern auch für andere Arten.

Bisher war die Wissenschaft jedoch zunehmend an den BAs beteiligt, weshalb es (noch) nicht die gleiche Vielfalt an Forschungsresultaten gibt wie bei den anderen SÃ?uren. Der neutrale Anteil besteht aus Monoterpene, Diterpene, Sesquiterpene und Triterpene. Diese sind sehr geruchintensiv und geben dem Räucherharz den charakteristischen Duft und auch die klebrigen Eigenschaften. Allerdings sind nicht alle Präparate in allen Räucherstäbchen enthalten, außerdem können sie je nach Sorte sehr unterschiedlich sein.

Wie sich die neutralen Komponenten genau auswirken, ist noch nicht wissenschaftlich erforscht. Sie zählen zu den neutralen Komponenten. Forschungen haben ergeben, dass diese Stoffe sowohl entzündungshemmend als auch psychoaktiv wirken, was jedoch nur in Reagenzien und im Tiermodell nachweisbar ist.

Weihrauch

Weihrauch Der Ausdruck Weihrauch bezieht sich auf die Weihrauch erzeugende Anlage und das Erzeugnis. Aus dem Weihrauchbaum wird das eigentliche Räucherharz (Olibanum) hergestellt. Zu den Balsamarten (Burseraceae) gehören folgende Arten: Diese Holzarten gedeihen in trockenen Gebieten rund um das afrikanische Hoorn (Somalia, Äthiopien, Eritrea, Sudan), in Arabien (Dhofar im südlichen Oman, Hadramaut im Jemen) und in Indien.

Die Räucherung startet zwischen Ende Mai und Beginn des Monats Mai und dauert mehrere Wochen. Bei dem Weihrauchharz handelt es sich um ein granuliertes, trockenes Kunstharz, das bereits in den altägyptischen Ritualen, bei der Mumifikation von herausragenden und reichen Menschen und jedenfalls in wohlhabenden Alltagskreisen als duftendes, entflammendes und antiinflammatorisches Räucher- und Arzneipräparat verwendet wurde.

In der Vergangenheit wurden andere Rauchharze auch Weihrauch genannt. In der Monographie des European Pharmacopoeia Nr. 5.07 sind die Kenngrößen der pharmazeutischen Güte von Boswellia Serrata Serrab x Colebr (Burseraceae) für den indianischen Weihrauch dargestellt. Die Inhaltsstoffe sind 75 Prozent aus Monoterpenen, Sesquiterpenen, Monoterpenolen, Sesquiterpenolen und Ketonen. Er hat einen vollmundigen und süßlichen Geruch, während das Weihrauch-Öl extrem frisches Aroma hat.

Parfüm: Balsamisch, würzig, leicht zitronig und typisch nach Weihrauch mit leicht koniferen und harzigen Nuancen. Die Räucherung und der Geruch, die beim Räuchern entstehen. Der Weihrauch wird in der liturgischen Kirche vor allem in der heiligen Messe und in der Stundenliturgie eingesetzt, vor allem in den Ludes und Vespern, aber auch für die Anbetung des Eucharistiebrotes außerhalb der Heiligtums.

"Sinnbildlich steht Weihrauch an erster Stelle und steht für Läuterung, Anbetung und Beten. In Psalm 141 (und anderen Texten der Bibel, z.B. Off 8,3) beschreibt er die Andacht der zu Gott Aufgestiegenen. Der seit 1570 gültige Grundsatz, Weihrauch in hoher Masse (feierliche Messe) einsetzen zu müssen, aber nicht anders benutzen zu dürfen, machte Weihrauch zu einem Fest.

Räucherstäbchen können seit 1970 wieder - wie in den östlichen Kirchen seit jeher gebräuchlich - in allen Gedenkgottesdiensten eingesetzt werden. In der katholischen Gottesdienstliturgie wird auch durch den Einsatz von Weihrauch klar, dass der Mensch eine Einheit von Geist, Körper und Seele ist. Die Dienstleistung ist eine Dienstleistung für alle Sinnesorgane, auch für das menschliche Auge und für den Duftsinn. Da in Jesus Christus der Mensch geworden ist (Inkarnation - lat. Inkarnation), muss der Lobpreis auch im Fleisch ausgedrückt werden (Inkarnationsprinzip).

Der Weihrauch wird daher auch als Ausdruck der Anwesenheit von Gott oder das Klagen des Hl. Geists betrachtet: Nach katholischem Verständnis ist Jesus Christus in der hl. Eucharistie als der wahre Gott und der wahre Mensch in den äußerlichen Merkmalen von Brot und Most da. Weihrauch wurde aus der liturgischen Praxis der protestantischen Kirche ausgeschlossen, weil er mit der christlichen Doktrin des Opfercharakters der hl.

Räucherstäbchen nach den Psalmen 141 wurden in letzter Zeit als Gebetszeichen benutzt. Die orthodoxe Kirche z.B. im Byzanz und in der östlichen Literatur wird Weihrauch als Himmelsduft benutzt. Die Weihrauchmischung in den slawischen Orthodoxiekirchen besteht jedoch oft aus Benzoin und wenig oder gar keinem Weihrauch.

Geschichtlich wird der Gebrauch von Weihrauch im christlichen Glauben oft dem israelitischen Kulturkreis zugeschrieben, in dessen Tempeln oft Weihrauch gebrannt wurde. Aus dem kanaanesischen Privatraucherkult stammend, wurde Weihrauch im antiken Israel zunächst als "Innovation" abgetan. Räucherstäbchen wurden in den unterschiedlichen Zeiten der Ägypter in vielen rituellen Handlungen und bei der Mumifikation eingesetzt.

Das haben die antiken Ägypten die Harzkugeln des Weihrauches den "Schweiß der Götter" genannt. Auch viele andere alte Glaubensrichtungen und der orientalisch und römisch herrschende Kult wussten Weihrauch. In der Republik wurden die verordneten Räucheropfer der Römer durch das Räuchern ersetzt. Während der Bitten und Danksagungen wurden die Räucherkörner im Kamin verbrannt, in eigens dafür vorgesehenen Behältern, den Acerras.

Kaiser und Statthalter wurden von Weihrauch geführt, als sie in eine Großstadt zogen - als Hommage, aber auch um den Klostertank zu verdrängen. Deshalb wurde der Weihrauch in der kirchlichen Gottesdienstliturgie zunächst missbilligt; die Kirchväter lehnten ihn ausdrücklich ab. Auf Begräbnissen wurde Weihrauch aber auch von Urchristen benutzt.

Weihrauch wurde nur mit zeitlicher Verzögerung von der Verfolgung der Christen und mit der Aufnahme von Teilen des heidnischen Kaiserkults in den kirchlichen Kult angenommen. Wahrscheinlich ist es deshalb üblich, bei der Ankunft des Läufers zuerst Lichtträger und Weihrauchfässer zu schicken. Dies ist die Art, in der wir in der romanischen Literatur erstmals Weihrauch in schriftlicher Sprache begegnen.

Der gegenwärtige Gebrauch von Weihrauch in der römischen Gemeinde hat die romanische Gemeinde durchdrungen, besonders durch die gallische Literatur. Die gallische Form der Westliturgie wurde maßgeblich von den Konstantinopeln mitbestimmt. Zum Beispiel enthält die St. Denis-Liturgie viele unmittelbare Aussagen aus der Griechischen Literatur, darunter vier Arten von Weihrauch.

In der ägyptischen Totenkultzeit wurde dem Weihrauch eine bezaubernde (apotropäische) Auswirkung gegen die Macht und den Todesgeruch zugeschrieben. Räucherstäbchen wussten auch die Bewohner der sumerischen, babylonischen und persischen Stadt. Die traditionelle orientalische Heilkunst, zum Beispiel im Medizinkanon, dem "Qanun al-Tibbvom" der Perserin "Hakim" Avicenna, das dort heute als "Abu Ali Senna" bekannt ist, empfiehlt die Verwendung von Räucherharzperlen (Boswellia Serrata, Boswellia Sakra) zur "Stärkung von Geist und Seele".

Die Resultate einer Untersuchung, die einen bisher unbekannten Effekt außerhalb des Orients in Gestalt einer Erhöhung der Lern- und Gedächtnisleistungen in Tierexperimenten suggerieren, wurden auf einem Kongreß vorgestellt[1], haben die Aufmerksamkeit der Medien geweckt[2] und werden zur Marktreife von Weihrauch-Präparaten genutzt, sind aber noch nicht in einer Wissenschaftspublikation außerhalb des Iran veröfentlich....[3].

Räucherstäbchen wurden in der klassizistischen Heilkunde vor allem zur Behandlung von Rheumakrankheiten verwendet. Räucherstäbchen gab es also noch 1850 für den internen und externen Gebrauch und 1870 nur noch für den externen Gebrauch in Arzneibüchern. Ab 1875 wurde Weihrauch, wie so viele andere Erfahrungsmedikamente, von chemischen Medikamenten vergessen.

Aktuell werden Standardpräparate des Weihrauches als alternatives Mittel gegen chronische Entzündungskrankheiten wie Morbus Crohn, Colitis Colitis Colitis cruris oder Arthrose erforscht. Die ersten klinischen Studienresultate deuten darauf hin, dass Weihrauchpräparate bei Morbus Morbus Crohn wirksam sind. Auch die Langzeiteffekte und Nebenwirkungen der Räucherung sind noch nicht erforscht.

Ein positiver Effekt von Weihrauch-Präparaten auf das Ödem bei Gehirntumoren wurde in kleinen Kliniken dargestellt, die Resultate sind jedoch wegen methodischen Mängeln umstritten[5]. Die im Weihrauch enthaltene Boswelliasäure gilt als wichtigster Wirkstoff. Der Weihrauch beinhaltet (genau wie Tabakrauch) den krebserzeugenden Wirkstoff Benzo(a)pyren. 6] In Taiwan esischen Tempel wird Weihrauch jedoch viel stärker verwendet als in europäischen Katholiken.

39:11-7. Von Parfüm und Räucherstäbchen. In: natürlich. Weihrauch, Geld und Myrre, Haug Sachbuch, Heidelberg, 1998 "Dhofar: Die Räucherstäbchen des Wadis Dawkah", SWR, Weltkulturerbe, RealPlayer-Video, 15 Minuten.

Mehr zum Thema