Weihrauch und Myrrhe bei Morbus Crohn

Der Weihrauch und die Myrrhe bei Morbus Crohn

Die Crohn-Krankheit ist nicht heilbar - aber es gibt viele Tricks, die den Betroffenen das Leben erleichtern können. Der Weihrauch und die Myrrhe bekämpfen die Entzündung. Colitis ulcerosa und. über chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Divertikulitis. Gold, Weihrauch und Myrrhe beschleunigen in vielen Fällen die Genesung.

Boswellia zur Therapie von Entzündungskrankheiten - effektiv oder ineffizient? Der Weihrauch und die Myrrhe verringern die Entzündung - das Erwecken des Walkyrjar.

Hilft Weihrauch bei einer Entzündung? Für welche Krankheiten werden Weihrauchextrakte verwendet? Wie hoch ist die empfohlene Dosierung von Weihrauchextrakten? Und wie funktioniert Weihrauch? Wird die Effektivität von Weihrauch durch aussagekräftige Studienergebnisse untermauert? Der Weihrauch wird zur Therapie von Entzündungskrankheiten eingesetzt. Weihrauch-Bäume zählen zur Gruppe der Boswellia, die ihrerseits zu den sogenannten Balsamarten ( "Burseraceae") zaehlen.

Die Gattungen Boswellia serrata, Boswellia carteri und Boswellia frereana werden in der Medizin verwendet. Kunstharze aus Boswellia Serrata und Boswellia Carterii werden "Indischer Weihrauch" oder "Olibanum" genannt. Die aufgelisteten Boswellia-Arten stammen neben Weihrauch aus Indien aus Somalia, Äthiopien und Süd-Arabien. Weihrauchextrakte werden seit Jahrtausenden in der Ayurveda-Medizin und der Volksheilkunde verwendet.

Der Weihrauchbaum Boswellia serrata wird in der klassischen indianischen Heilkunde zur Therapie von entzündlichen und neurologischen Krankheiten, grippeähnlichen Infektionen oder als Wundauflage bei Magengeschwüren und Eiterbeulen eingesetzt. Weihrauch wird auch zur Therapie chronisch entzündlicher Darmkrankheiten (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und als Hautpflegemittel zur Therapie von Neurodermitis und Schuppenflechte (Psoriasis) eingesetzt.

Zurzeit ist in Deutschland kein Weihrauchpräparat als Medikament genehmigt. Andererseits sind Räucherpräparate als Nahrungsergänzung verfügbar (z.B. Weihrauch H15, Pike Pharma, 350 mg Kapseln). Manche Patientinnen und Patienten erhalten das in Indien hergestellte Sallaki oder das in der Schweiz nur in einem einzigen Bezirk anerkannte Räucherpräparat H15 in internationalen Pharmazeutika. Obwohl eine Vielzahl von Arbeiten auf die positiven Wirkungen von Weihrauch hinweist, erfüllen diese Arbeiten an Weihrauchextrakten nicht die erforderlichen Zulassungsvoraussetzungen hinsichtlich der Güte, Wirkung und Sicherheit der Stoffe.

In Deutschland wurde vor einigen Jahren ein Zulassungsantrag für ein Räucherpräparat (H15) für die rheumatoide Arthritis mangels hinreichender Dokumentation zurückgewiesen. Bei einer aktuellen Überprüfung der Wirkung von pflanzlichen Stoffen auf die schmerzhaften Entzündungsprozesse bewerteten die Autorinnen Weihrauch als die erfolgversprechendste Droge für die weitere Medikamentenentwicklung (17).

Der Effekt von Weihrauch wird hauptsächlich auf den Einfluss von Entzündungsvermittlern zurückzuführen. Bisher wurden etwa 200 Bestandteile im Räucherharz des Weihrauchbaums nachgewiesen. Die aus dem Räucherstämmen gewonnenen Harze enthalten Boswelliasäure als Entzündungshemmer. Eine weitere Angriffsstelle ist das Enzym Cathepsin G. Studien am Menschen zeigen, dass die Wirksamkeit dieses entzündungshemmenden Enzyms durch die Zufuhr von Weihrauchextrakten um mehr als 60 Prozent reduziert werden kann.

Die wissenschaftliche Fachliteratur enthält zwar eine Vielzahl von Publikationen über den Wirkungsmechanismus, aber wenig Angaben über die Effektivität von Weihrauchextrakten. In kleineren Untersuchungen gibt es erste Anhaltspunkte für eine eventuelle Auswirkung von Weihrauch auf degenerative Gelenkserkrankungen und chronisch-entzündliche Därme. Gesteuerte Klinikstudien nach medizinisch anerkannter Qualität, die einen eindeutigen Vorteil von Weihrauch bei Darmentzündungen oder rheumatoider Arthritis nachweisen, wurden in einer Literaturrecherche (Medline) nicht gefunden.

In den letzten Jahren wurden mehrere Ergebnisse zu Weihrauchextrakten zur Therapie von chronisch degenerativen Gelenkserkrankungen wie z. B. Kniegelenkarthrose publiziert. In einer 8-wöchigen Crossover-Studie, die 2003 durchgeführt wurde, konnte eine in Indien tätige Arbeitsgemeinschaft nachweisen, dass Weihrauchextrakt den Knieschmerz mindert, die Schwellung des Kniegelenks mindert und die Beweglichkeit der Gelenke erhöht (1). Weitere Untersuchungen zur Arthrosebehandlung des Kniegelenks ergaben sich.

In einer 3-monatigen Studie wurde ein besonderer Boswellia serrata-Extrakt (5-Loxin®) mit Plazebo in zwei Dosen (100 und 250 mg) miteinander kombiniert (4). Die Ergebnisse zeigten, dass 5-Loxin die Beschwerden reduziert und die Gelenkfunktionen im Gegensatz zur Plazebo-Gruppe erheblich verbessert hat. Auffallend war der frühzeitige Beginn der großen Menge an Weihrauchextrakt. Darüber hinaus konnte in dieser Studie gezeigt werden, dass der besondere Weihrauchextrakt die Tätigkeit des Knorpel abbauenden Enzyms Matrix-Metalloproteinase-3 (MMP-3) erheblich inhibiert.

5-Loxin® und Aflapin wurden in einer 90 Tage dauernden Doppelblind-Studie mit Plazebo bei Kniegelenkarthrose untersucht (5). Beide Räucherformulierungen führen zu einer deutlichen Schmerzlinderung und einer verbesserten Kniegelenkfunktion. Als vorteilhaft erwies sich die Wirkung des Buchweizenauszuges Aflapin®. Bei dieser doppelblinden 30-tägigen Studie an 60 Patientinnen und Patienten hat die Behandlung mit 100 mg des Weihrauchextraktes Aflapin zu einer deutlichen Steigerung der Schmerzsymptome und der Gelenkfunktionen im Gegensatz zur Placebo-Verabreichung geführt.

Bereits 2001 hatten sie und ihre Kollegen die Auswirkungen von Weihrauch im Gegensatz zu Sulphasalazin bei der Therapie von 30 chronisch ulzerativen Colitis-Patienten erforscht. Während eines Zeitraums von 6 Schwangerschaftswochen erhielt der Patient eine Dosis von 900 mg Weihrauch/Tag. Infolgedessen zeigten 14 von 20 mit Weihrauch behandelte Patientinnen eine Besserung.

Zusätzlich zeigten 18 der 20 behandelten Personen eine Besserung eines oder mehrerer der betrachteten Werte. Allerdings war in der Patientengruppe, die Sulfasalazine erhielt, der Prozentsatz der Patientinnen, die eine Verkleinerung erzielten, geringer (12). Räucherextrakte wurden auch bei Kollagenkolitis auf ihre Wirkung getestet. Bei einer placebokontrollierten Doppelblind-Studie an 31 kollagenen Colitis-Patienten wurde 63,6% der Patientinnen nach 6-wöchiger Behandlung ein hochdosierter Boswellia-Extrakt (3 x 400mg täglich) verabreicht (Placebo 26,7%, p=0,04).

Vorsichtig schlussfolgern die Verfasser dieser Untersuchung aus Deutschland, dass Weihrauch bei dieser Krankheit effektiv sein könnte (3). Der Wirksamkeitsnachweis erfordert nach Ansicht der Verfasser eine Absicherung der Resultate durch weitere große Kontrollstudien. Studienresultate mit Weihrauchextrakten stehen auch für die Therapie des Morbus Crohn zur Verfügung.

Im Rahmen einer doppelt verblindeten vergleichenden Untersuchung mit der Standard-Therapie Mesalazin wiesen 102 Patientinnen und Patienten erste Anzeichen einer Nicht-Unterlegenheit von Weihrauch im Verhältnis zu Mesalazin auf (10). Dies steht im Gegensatz zu den Ergebnissen einer anderen jüngst veröffentlichten Untersuchung über die Effektivität von Weihrauch bei der Therapie von Morbus Crohn (2). Im Rahmen dieser plazebokontrollierten doppelblind durchgeführten Untersuchung wurden 108 Patientinnen und Patienten über einen Behandlungszeitraum von 12 Monate mit 3 mal 2 Räucherkapseln (400 Milligramm pro Kps.) Räucherextrakt versorgt.

Als Fazit ziehen die Autorinnen und Autoren den Schluss, dass Weihrauch bei der Erhaltung der chronisch-entzündlichen Darmkrankheit nicht effektiver ist als Plazebo. Es gibt nur wenige geregelte Untersuchungen über den Einsatz von Weihrauch bei rheumatischer Arthritis. In einer placebokontrollierten Untersuchung wird festgestellt, dass Räucherharzextrakt H15 keine messbaren Auswirkungen bei rheumatischer Arthritis hat (7).

Der entzündungshemmende Effekt von Weihrauch wurde auch bei Patientinnen mit chronischen Bronchialasthma getestet. Bei einer placebokontrollierten Doppelblind-Studie wurden 40 Asthmapatienten 6-wöchig zweimal am Tag mit 300 mg Weihrauch oder Plazebo behandelt. Fazit: In der Weihrauchgruppe hatten 70 Prozentpunkte der Patientinnen eine Verbesserung der Symptome und der Lungenfunktionen gegenüber nur 27 Prozentpunkten unter Plazebo (9).

Die Krebsbehandlung hat gezeigt, dass Weihrauch die Nebenwirkung der Bestrahlung bei Hirntumoren reduzieren kann. Bei einer placebokontrollierten Untersuchung zeigte die tägliche Verabreichung von 4,2 g Weihrauch zusätzlich zur Bestrahlungstherapie eine signifikante Reduzierung des Gehirnödems im Gegensatz zur Placebobehandlung. In Zukunft könnte die Weihrauchbehandlung eventuell zu einer Reduzierung der erforderlichen Kortison-Dosis bei der Therapie des Gehirn-Ödems beizutragen.

Eine Pilotuntersuchung zeigte erste Anzeichen dafür, dass Weihrauch auch gegen Kopfschmerzen bei Verspannungen wirken kann. In der Räucherung konnte bei chronisch verspannten Kopfschmerzen eine Verringerung der Symptomhäufigkeit und Symptomintensität nachgewiesen werden (15). Durch den gleichzeitigen Verzehr von Weihrauch-Extrakt und einer fetthaltigen Speise (8) wird die biologische Verfügbarkeit der vermutlich die Wirksamkeit bestimmenden Boswelliasäure signifikant erhöht.

Daher wird die Einnahme von Weihrauch zu den Speisen angeraten. Bei den genannten Untersuchungen wurden sehr verschiedene Dosen von Weihrauchextrakten verwendet. Mit konventionellen Räucherextrakten wurden täglich Dosen von 600 bis 4,2 Gramm verwendet, meist in 2 bis 3 Einzellösungen. Räucherextrakte wurden in den publizierten Untersuchungen gut vertragen.

Eine systematische Studie über die Unbedenklichkeit pflanzlicher Wirkstoffe zeigte nur geringe ungewollte Nebeneffekte bei der Einnahme von Boswellia serrata (18). Nach den verfügbaren Pharmakologiedaten ist das überwiegende Wirkungsprinzip von Weihrauchextrakten die Verhinderung von Entzündungsprozessen. Entzündliche Reaktionen sind für nahezu alle Anwendungsempfehlungen für Weihrauch entscheidend.

Um die in pharmazeutischen Versuchen beschriebene Wirkung zu erzielen, ist eine ausreichende Dosis an Weihrauchextrakten in bewährter Güte erforderlich. Die Effektivität hängt sehr stark von der Komposition der eingesetzten Weihrauchextrakte ab, so dass die in der Studie belegten Resultate nicht auf alle Weihrauchextrakte im Positiv- oder Negativsinne angewendet werden können.

Bei Weihrauch gibt es einen offensichtlichen Gegensatz zwischen in vitro Daten zur Hemmung von Entzündungen und den Resultaten für den Einsatz beim Menschen. In einer deutschen Forschungsgruppe wurde ein Weihrauchpräparat mit verbesserter Lebenskraft (Lecithin-basiert, Phytosome®) getestet und eine signifikant verbesserte Absorption von Boswelliasäure dokumentiert (16). Bisher wurden nur wenige Kontrollstudien zur Effektivität von Weihrauchextrakten publiziert.

Die besten Daten über die Verwendung von Weihrauchextrakten bei der Therapie der Kniegelenkarthrose gibt es. Laut den Untersuchungen werden die Schmerzsymptome und die Gelenkfunktionen vor allem bei Osteoarthritis des Kniegelenkes durch die Therapie mit Boswellia-Extrakten günstig beeinflußt. Obwohl die meisten der vergleichsweise kleinen Untersuchungen von einer Gruppe ausgeführt wurden, gibt es genügend Hinweise auf die Effektivität der zu untersuchenden Auszüge.

Die speziellen Räucherextrakte sind in Deutschland nicht als Medikamente anerkannt und haben eine andere Rezeptur als die in Deutschland erhältlichen Räucherpräparate. Die pharmakologischen Prinzipien der entzündungshemmenden Wirkung von Weihrauch können als glaubhaft nachgewiesen werden. Weihrauchextrakte erscheinen den publizierten Untersuchungen zufolge als unterstützende Therapie bei Kniegelenkarthrose. Außerdem gibt es Belege für die Wirkung bei chronisch entzündlichen Darmkrankheiten.

Rheumatoide Arthritis scheint nicht von einer Räucherung zu begünstigen. Die Weiterentwicklung muss darauf abzielen, die biologische Verfügbarkeit von Weihrauchextrakten zu erhöhen. Hingorani L, Khiyani R, Kimmatkar N, Thawani V. Wirksamkeit und Verträglichkeit von Boswellia serrata-Extrakt bei der Therapie von Osteoarthritis des Knies - eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie.

HOLTMIER W, ZEUSEM S holtmier w, zeusem s, preiss j, kruis w, böhm s, maaser c, raedler a, Schmidt c, Schnitker j, schwarz j, zeitz m, caspary w. randomisierte, placebokontrollierte, doppelblinde Studie von Boswellia für Morbus Crohn: gutes Sicherheitsprofil, aber keine Wirksamkeit. A, Miehlke S, Eichele O, Mrwa J, Bethke B, Kühlisch O, Bästlein O, Wilhelms G, M. A, Wigginghaus B, M. Boswellia Serrataextrakt für das Traitement der Colite Collagène.

Eine doppelte, randomisierte, placebokontrollierte Studie über die Wirksamkeit und Sicherheit von 5-Loxin zur Behandlung von Arthrose des Knies. Vergleichende Wirksamkeit und Verträglichkeit von 5-Loxin und AflapinAgainst Osteoarthritis des Knies : eine doppelblinde, randomisierte, randomisierte, plazebokontrollierte klinische Studie. Mit AA Vishal, Raychaudhuri A, Raychaudhuri SP Eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte klinische Studie untersucht die frühe Wirksamkeit von künstlichen Befruchtungen bei Patienten mit Arthrose des Knies.

Schleifapparat, O., et al., ist H15 (Boswellia Serra Räucherharzextrakt) eine nützliche Ergänzung zur etablierten Therapie der chronischen Polyarthritis? Wirkung von Boswellia serrata gum Harz bei Patienten mit Bronchialasthma: Ergebnisse einer doppelblinden, placebokontrollierten, 6-wöchigen klinischen Studie. Buvari P, Vogelsang H, Gerhardt H, Vogelsang H, Repges R. Therapie der aktiven Morbus Crohn mit Boswellia-serratas Extrakt H 15.

Kirchengemeinde S, Treier M, Wehrle SJ, Becker G, Abdel-Tawab M, Gerbeth K, Hug MJ, Lubrich B, Grus u AL, Momm F. Boswellia sérata agitiert auf Hirnödeme bei Patienten mit Hirntumoren: eine prospektive, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Pilotstudie. Die Gupta I, Parihar A, Malhotra P, Gupta S, Ventidtke R, Safayhi H, u.a. Wirkungen von Boswellia Serra Gingivaharz bei Patienten mit chronischer Kolitis.

Ein potenzieller Entzündungshemmer, das heißt ein Überblick. Harttmann RM, Morgan Martins MI, Tieppo J, Fillmann HS, Marroni NP.mBoswellia Serra-Wirkung auf den antioxidativen Status in einem experimentellen Modell von Essigsäure-induzierten Kolitis-Ratten. Lamm C, Haider B, Schwein C. Langzeitwirkung von Bioswellia sérata bei vier Patienten mit chronischem Clusterkopfschmerz.

Bohnet J, Hüsch J, Bohnet J, Freicker G, Skarke C, Artaria C, Appendino G, Schubert-Zsilavecz M, Abdel-Tawab M. Bessere Aufnahme von Boswelliasäuren durch eine Form der Verabreichung von Lécithin (Phytosome(®)) von Boswellia-Extrakt. Räucherstäbchen waren laut Tradition bereits eines der Geschenke, die die drei Könige zusammen mit Myrrhe und Geld für das neu geborene Kind Jesus nach Bethlehem mitbrachten.

Der würzige Geruch von Weihrauchharz ist seit der Urzeit Teil vieler kirchlicher Feiern und prägt auch heute noch viele Feste in der Stadt. Aber nicht nur das, denn Untersuchungen zeigen immer wieder, dass Weihrauch auch in der Heilkunde von großem Wert sein kann: "Das aus dem Räucherstamm des Weihrauchbaums erhaltene Resin ist entzündungshemmend ", sagt Prof. Dr. Oliver Werz von der Schillerinfo.

Das macht Weihrauch zu einem "interessanten Mittel zur Behandlung von Erkrankungen wie z. B. bei Asthma, rheumatoider Arthritis oder Neurodermitis". Wenn sie das Stichwort "Weihrauch" hören, denkt man an die Drei Könige, für die das getrocknete Harz aus dem Räucherbaum so kostbar wie Geld und damit gerade gut genug als "Geschenk" für das Kind Jesus war.

Aber auch heute noch scheinen Räucherstäbchen ihren Stellenwert nicht zu verlieren, sondern immer wieder kommen Studien zu dem Schluss, dass das Kunstharz ein großes Potential hat, als Naturheilmittel zu fungieren. Im Ayurveda dagegen ist in Indien seit Tausenden von Jahren ein etablierter Wirkstoff bei der Therapie von Verletzungen, Magengeschwüren und Entzündungskrankheiten wie Arthritis und Rheumatismus.

Neuere Untersuchungen haben gezeigt, dass Weihrauch auch bei der Multiplen Sklerose helfen kann, da die darin enthaltene Boswelliasäure als natürliches entzündungshemmendes Mittel wirkt, aber deutlich weniger unerwünschte Wirkungen hat als synthetische Mittel. Die Neurologin Dr. Klarissa Hanja Stürner vom Uniklinikum Eppendorf (UKE) erforscht auch die positive Wirkung von Weihrauch bei MS im Zuge der so genannten "SABA-Studie".

Laut "Die Welt" erhielten 37 Patientinnen und Patienten mit schubförmig remittierender Multipler Sklerose über einen Zeitraum von acht Monate den Weihrauchextrakt anstelle von Kortison oder Interferon. Offensichtlich mit grossem Erfolg, da die Anzahl der Nervenschäden bei den bisher untersuchten 25 Menschen um fast 60% gesunken ist und die Jahresrate der neuen Attacken von 0,94 auf 0,32 gesunken ist. Laut Dr. Stürner hatten die Patientinnen die Entzündungstherapie in Form einer Kapsel "bisher sehr gut vertragen", berichtete das UKE.

Viele von ihnen möchten die Therapie auf eigenen Antrag auch über die Studiendauer hinausführen. In Weihrauchöl sind 99 chemische Stoffe enthalten "Weihrauch und Myrrhe enthalten eine Fülle von bioaktiven Inhaltsstoffen, deren gesundheitliche Auswirkungen die Medikamente noch heute beschäftigen", erläutert der Allergiker Peter Schnabel der "Welt".

"Noch vor kurzem entdeckten die chinesischen Wissenschafter 99 chemische Stoffe in einer neueren Untersuchung von Weihrauch-Ölen. Zum ersten Mal haben Forschende der University of Leicester in einer Untersuchung auch die positiven Auswirkungen von Weihrauch auf den Ovarialkrebs nachgewiesen. Sie benutzten AKBA (Acetyl-11-keto-ß-boswellic acid) aus dem Weihrauchharz. Ingredient AKBA wirkungsvoll in Ovarialkrebs "Wir haben bewiesen, dass dieser Bestandteil der Weihrauch tatsächlich Ovarialkrebszellen tötet", sagte Dr. Mark Evans von der University of Leicester.

"Überraschenderweise waren die von uns getesteten chemotherapieresistenten Stammzellen empfindlicher gegenüber diesem Wirkstoff, was darauf hinweist, dass Weihrauch tatsächlich in der Tat in der Lage ist, die Arzneimittelresistenz zu überbrücken und zu einer besseren Überlebenschance bei Patientinnen mit Ovarialkarzinom im Spätstadium zu gelangen.

"Jenaer Apotheker erforschen den Wirkungsmechanismus von WeihrauchAber nicht nur bei Krebspatienten können die Naturharze hilfreich sein, sondern auch bei chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten wie Morbus Crohn, Bronchialasthma und Psoriasis hätten Untersuchungen eine günstige Auswirkung haben können. Auch Prof. Oliver Werz von der Jenaer UniversitÃ?t, der zusammen mit einem Partner der UniversitÃ?t SaarbÃ?cken und einem Start-up-Unternehmen den Wirkungsmechanismus von Weihrauch untersuchte, befasste sich mit dieser Thematik.

Weihrauch, der wohl berühmteste ArtProf. und seine Mitarbeiter konnten durch ihre Untersuchung weitere Erkenntnisse gewinnen, indem sie das Kunstharz der verschiedenen Weihrauchsorten miteinander verglich und hinsichtlich seiner entzündungshemmenden Eigenschaften analysierten. Dementsprechend gibt es mehr als zehn unterschiedliche Weihrauchsorten auf der ganzen Welt, von denen die "Boswellia serrata", die in Nord- und Mittelindien beheimatet ist, die bekanntesten sind.

"Das Boswellia papyrifera-Harz ist jedoch, wie wir jetzt sehen konnten, zehnmal wirksamer", sagt Prof. Werz, eine Spezies, die vor allem in Nordostafrika (Äthiopien, Somalia) und auf der Araberhalbinsel (Jemen, Oman) zu finden ist.

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