Whey Protein oder Mehrkomponenten Protein

Molkenprotein oder Mehrkomponentenprotein

Daran hatten die Proteinpulverhersteller gedacht - deshalb haben fast alle ein Mehrkomponenten-Protein im Angebot. Dazu gehören Molkenprotein, Kasein, Soja und Eiprotein. Multikomponenten-Pulver ist nach Kasein und Molkenprotein das dritte sehr beliebte Proteinpulver. Für Mehrkomponentenproteine werden mehrere Proteinquellen verwendet. Kaseinat, EGG-Protein, mizellares Kasein und ultrafiltriertes Molkenprotein.

Welches ist besseres Multikomponentenprotein oder Molkenprotein? -

In meinem nächsten zweiteiligen Artikel wollen wir einen Blick auf einige wesentliche Merkmale werfen, die zwischen dem Mehrkomponenten-Protein und dem Molkenprotein unterscheiden, um zu prüfen, ob und wie unsere ursprüngliche Frage nach "besser" oder "schlechter" auf diese Weise beantwortet werden kann. Multi-Komponenten-Proteine setzen sich, wie der Titel schon sagt, aus mehreren unterschiedlichen Eiweißquellen zusammen.

Exakt mit dieser Charakteristik und den daraus entstehenden Synergievorteilen der einzelnen Eiweißquellen werden auch Sie wirbt. Unglücklicherweise ist es oft der Fall, dass der Begriff "Mehrkomponenten-Protein" es erlaubt, ALLE Proteinarten in beliebiger Anzahl und Gewicht zu verwenden. Bösartig, wenn Sie mich bitten, denn das öffnet natürlich die Türen zur Supplementindustrie, um eine etwas billigere Spanne mit etwas billigeren Basisproteinen im Allgemeinen oder schlichtweg mit einer etwas größeren Wichtung als etwas teureren Proteinen zu erhalten und damit die Gewinnmarge eines Produkts zu erhöhen, ohne die vermeintlichen Änderungen in Formulierungen unmittelbar aufzuzeigen, da es immer noch ein mehrkomponentiges Protein ist.

Wenn Sie sich also für den Erwerb eines Mehrkomponenten-Proteins entscheiden, sollten Sie Ihre Produktwahl nie nach dem Kaufpreis pro 100g vornehmen, sondern sich immer einen Gesamtüberblick über die Produktanalytik und damit über die darin enthaltene Eiweißkomponente einschließlich ihrer Gewichtungen pro Varietät verschafft haben. Molkenprotein hat (wie wir später feststellen werden, auch Subgruppen mit unterschiedlichen Eigenschaften), aber am Ende gibt es viel mehr Durchsichtigkeit in der Zusammenstellung als Mehrkomponenten-Protein.

Unabhängig davon, welches Molkenprotein Sie erhalten, der Ausgangsstoff ist IMMER ein Milcheiweiß und hier der Inhaltsstoff Molke. Die Molke im Milcheiweiß liegt bei ca. 20%, die übrigen 80% des Milcheiweißes besteht aus Kasein, dem in seiner Natur bekanntermaßen langsam verdaulicheren Eiweißbestandteil in der Muttermilch. Abhängig vom Herstellungsprozess entsteht durch den Erwerb einer Verpackung von Molkenprotein ein Eiweißkonzentrat mit unterschiedlichen Reinheits- und Absorptionsraten.

Sie müssen vollständig getrennt werden, da sie sich unweigerlich auch in Ihrer Brieftasche wiederfinden. Wheyprotein Konzentrat bietet den niedrigsten Proteingehalt aller Molkenproteine, von 70 bis 80%. Wheyprotein Konzentrat wird als rasch resorbierbar angesehen, nimmt hier aber nicht die Spitzenposition ein. Wheyproteinisolat wird etwas aufwendiger produziert und ist daher in der Regel etwas kostspieliger, bietet aber auch einen sehr guten Proteingehalt von 90% und mehr.

Hier sind noch Milchfettspuren oder Milchzuckerkomponenten vorstellbar, aber bei Verdauungsproblemen, insbesondere bei Laktoseintoleranz, muss die Empfindlichkeit oder -unverträglichkeit sehr weitreichend sein. Dies ist ein bereits "hydrolysiertes" Protein. Der Hydrolyseprozess findet in der Regel nur während der Vergärung im Organismus statt, weshalb Molkenproteinhydrolysat auch als eine Form des "vorverdauten" Proteins bezeichnet werden kann.

Die Verfügbarkeit von Wheyproteinhydrolysat ist extrem hoch und bietet außerdem einen sehr guten Eiweißgehalt von ca. 95%. Hydrolysiertes Eiweiß ist sauer, bitter, beinhaltet aber, wenn überhaupt, nur geringe Laktosemengen, die selbst für Menschen mit einer mäßig starken Laktoseunverträglichkeit vernachlässigbar sind. Unabhängig davon, welches Molkenprotein Sie wählen, werden Sie IMMER ein Protein erhalten, dessen Ursprünge tierischen Ursprungs sind, nämlich einen Teil der Molke.

Grundsätzlich ist von einer raschen Resorption ausgegangen, Inkompatibilitäten treten dann meistens in Zusammenhang mit Milchprotein selbst oder mit Lactose auf, deren Inhalt jedoch, je nach Sortenwahrheit, auf ein Mindestmaß beschränkt ist. Da kaum ein Mehrkomponenten-Protein dem anderen gleichkommt, ist ein kleiner Überblick über alle gebräuchlichen Bestandteile dieser Eiweißkomplexe erforderlich, um wesentliche Unterschiede machen zu können.

Inkompatibilitäten mit Eiproteinen sind sehr rar, nur geringe Blähungstendenzen sind möglich, wenn man es bei der Zulassung überspitzt, da der Gehalt an schwefelhaltigen Fettsäuren im Eiweiß verhältnismäßig hoch präzipitiert und diese bevorzugt. Wird Kasein erwähnt, ist es meist sehr schwer resorbierbares mizellares Kasein oder das minderwertige Kaseinprotein.

Im Hinblick auf die Erträglichkeit ist zu bemerken, dass Kasein auch ein bester Sandanteil des Milcheiweißes ist. Je nach Schweregrad, ausgewähltem Protein- und Kaseingehalt können auch bei einer vorhandenen Laktoseunverträglichkeit Störungen entstehen, wodurch gute mizellare Eiweiße ähnliche geringe Laktose-Werte haben, wie sie im Molkenproteinisolat auftauchen. Als eine der Hauptproteinquellen eines Vegetarier und als Rohmaterial für die Produktion von Soja-Protein sollen Sojabohnen einige wirklich unansehnliche Seiteneffekte haben.

Beispielsweise beeinträchtigen Komponenten in der Soja die Eiweißaufnahme über Proteasehemmer, sie beinhalten Lectine und haben dadurch ein allergieauslösendes Potenzial, wirken sich manchmal durch den Gehalt an Phytoöstrogenen auf das Testosteron / Östrogen-Verhältnis aus und beeinträchtigen nicht selten das Auftreten von Schilddrüsenhormonen. Für Sojaproteinkonzentrate muss nun zwischen zwei verschiedenen Vertretern unterschieden werden: Eiweißkonzentrate sind Erzeugnisse mit einem Eiweißgehalt von ca. 65% mit einem unglücklicherweise sehr hohem Gehalt an Kohlehydraten, Fett und/oder anderen verdaubaren oder unverdaubaren Komponenten, die die Aufnahme und den Verdauungsprozess zum Teil beeinträchtigen können.

In der Gesamtanalytik eines Multikomponentenproteins mit hohem Kohlenhydrat- und/oder Fettanteil sind deutlich höhere Konzentrationen an Sojaeiweiß zu erkennen. Mehrkomponenten-Proteine mit einem mittleren oder höheren Gehalt an Soja-Proteinkonzentrat sind NICHT die richtige Entscheidung! Soja-Protein in seiner Dosierungsform als Soja-Isolat hat, wie wir später noch näher erfahren werden, eine besondere Stellung unter den Pflanzenproteinlieferanten, jedenfalls hinsichtlich der Produktqualität.

Sie können auch bei Phytoöstrogenen, Phytosäure, Proteaseinhibitoren oder anderen Komponenten sicher eingesetzt werden, da die meisten Komponenten entweder während des Produktionsprozesses inaktiviert werden. Bei Menschen, die mit Intoleranzen bei Molkereiprodukten zu tun haben oder rein vegetarischen Sportlern, ist wenigstens die isolierte Form des so genannten Eiweißes eine gute Möglichkeit, da in Studien eine hohe Absorptionsrate nachweisbar ist.

Reiseiweiß weist als Bestandteil eines Multikomponentenproteins durch ein geringes Allergenpotenzial eine gute Kompatibilität und einen höheren L-Arginingehalt auf. Weil Reiseiweiß jedoch nur mit einer Proteinreinheit von ca. 70% erhalten wird, kann hier davon ausgegangen werden, dass es einen ziemlich negativen Einfluss auf die Gesamteiweißbilanz eines Multikomponentenproteins hat. Heutzutage wird Erbseprotein oft in Mehrkomponenten-Proteinen eingesetzt.

Die Eiweißgehalte liegen bei ca. 85% und enthalten einen hohen Gehalt an Arginin, Lithium und Glukose. Der Absorptionsgrad ist im Allgemeinen niedriger als bei Molkenprotein, aber höher als bei Kasein. Selbst wenn es sich um ein Pflanzenprotein handelt, sollte ein bestimmter Prozentsatz des Erbsenproteins den Erwerb eines Multikomponentenproteins nicht behindern. Die Arbeit mit Weizeneiweiß ist in der Regel ein Hinweis auf den Ansatz, eine gute Gewinnspanne für ein Erzeugnis mit einem Mehrkomponenten-Protein zu erwirtschaften.

Der Eiweißgehalt pro 100g ist gering, und Weizeneiweiß ist auch ein großes Risiko für alle, die zur Sprue (Glutenunverträglichkeit) anfällig sind. Der Einsatz von Weizeneiweiß in einem mehrkomponentigen Protein kann generell nicht zugelassen werden. In den meisten Fällen ist der Zusatz nur ein kostengünstiger Platzinhaber. Zu den Vorteilen gehören ein hoher Gehalt an Lithium, Methionin, Cystin und Threonin sowie eine gute Bekömmlichkeit (wie es vor allem bei Versuchstieren der Fall ist, da hier Kartoffelprotein öfter als beim Menschen in der Ernährung eingesetzt wird).

Das Kartoffelprotein enthält einen Eiweißgehalt pro 100g von ca. 70-76% (d.h. 70-76g Protein pro 100g), der restliche Teil besteht aus einer kleinen Menge des Fettes (1-2,5%), einem sehr niedrigen Ballaststoffgehalt (weniger als 1%) und Nässe. Kartoffelprotein ist unglücklicherweise schlecht wasserlöslich, weshalb die Konsistenz eines Multikomponentenproteins durch die Zugabe sehr negativ ist.

Alle in den Mehrkomponenten-Proteinen enthaltene Bestandteile haben ihre besonderen Absorptions- und Verträglichkeitseigenschaften. Die Verwendung einiger Proteintypen wie z. B. Sojaprotein, Hühnereiweiß, Kasein oder vielleicht Erbseprotein in Mehrkomponenten-Proteinen macht zwar durchaus einen Sinn, andere Proteintypen werden jedoch nur als preiswerte Placeholder hinzugefügt, um den Produktionspreis zu senken. Wenn Sie eine hohe Absorptionsrate suchen, werden Sie kein ähnliches Mehrkomponenten-Protein auf dem Weltmarkt vorfinden und sollten sich für den Erwerb von Molkenprotein eigens für dieses Kriterium entschließen.

Um eine nachhaltige, kontinuierliche Proteinversorgung über den Tag zu gewährleisten, wird empfohlen, ein mehrkomponentiges Protein dem Molkenprotein zu bevorzugen. Wenn Sie jedoch aus diesem Grunde auf ein Mehrkomponenten-Protein umstellen wollen, wird es schwierig sein, ein Präparat zu erhalten, das überhaupt keine Milcheiweißkomponenten enthält, und es ist um so besser, hier die Produktanalytik zu erlernen. Wenn es um die Verbesserung des Proteins geht, müssen immer mehrere Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

In Teil 1 wurden die Differenzen innerhalb der Produktegruppe Molkenprotein und hinsichtlich der Bestandteile des Mehrkomponentenproteins erläutert, da dies die Grundlage für die Wahl des geeigneten Eiweißes für die einzelnen Verwendungszwecke, Bedingungen und Ziele ist. Vor allem bei Mehrkomponenten-Proteinen braucht es ein geschultes Auge, um angebliche Köder von wirklich gut gedachten und gut überlegten Matrizen trennen zu können.

Im zweiten Teil werde ich auf das Qualitätsproblem und in diesem Kontext auf die biologische Bedeutung von Multikomponentenprotein und Molkenprotein näher einsteigen, auf die Wirkung auf das Immungeschehen eingehen und abschließend einige erklärende Wörter zum Themenkomplex "Diätprotein" aufschreiben.

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