Wo wird Laktase Gebildet

Wie wird Laktase gebildet?

Laktose wird durch ein Enzym namens Laktase abgebaut, das in den Schleimzellen des Dünndarms gebildet wird. Im Klartext bedeutet dies, dass im Erwachsenenalter keine oder kaum körpereigene Laktase-Enzyme produziert werden. Die richtige "Hilfe" für diese Verdauungsarbeit ist das Enzym Laktase. Sie entsteht dort, wo sie gebraucht wird: in der Dünndarmschleimhaut. In der Hart- und Halbhartkäseproduktion wird die Laktose jedoch durch Fermentation vollständig abgebaut.

Problembereiche - die kritischen Seiten der Muttermilch

Vollmilch enthält neben den Inhaltsstoffen Zucker, Eiweiß, Laktose, Mineralien und Hormone. Zur Verdauung der Laktose, also des Kohlenhydratgehalts von Muttermilch, benötigen Menschen und Säugetiere ein sogenanntes Laktaseenzym, die so genannte Ã-Galaktosidase1. Lactase wird in Dünndarm (hauptsächlich im Oberteil ) in den Schleimhautzellen von Bürstensaumes produziert. Laktose, ein Desaccharid, wird durch Laktase zu je einem Drittel in die beiden monosacchariden Glucose und Galactose gespalten.

Der Galactose (Mucose) wird entweder in der Lunge weiter zu Glucose metabolisiert oder die Dialyse wird über die Nase abgesondert. Wenn die Schleimhautzellen von Dünndarmes, aus denen Gründen keine Laktase produziert, dann wird die Laktose nicht eingenommen. Es erreicht den Darm ohne Spaltung nach Dünndarmpassage, wo es von Bakterien abbaubar ist.

Diejenigen, die nach dem Verzehr von Laktose solche Reaktion zeigen, sind Laktoseunverträglich. Eines der kürzesten und passendsten Publikationen in Deutsch zu Milchzuckerunverträglichkeit, auch LaktoseToleranz erwähnt, kommt von den Firmen Schmid, S. 7 - 14, aus der österreichischen Zeitschrift für Ernährungsmedizin Nr. 1 von 2003. Das verblüfft angesichts der Erkenntnis, dass wir heute in immer mehr Lebensmitteln laktosehaltige Erzeugnisse und Laktose zu sich nehmen.

Laktose findet man in der freien Wildbahn nur in der Brustmilch von Säugetieren So wird Laktase nur bei Säuglings und im Säuglingsalter produziert, da für diesen Verwendungszweck nur Laktase aus ursprünglich und natürlicherweise als Lebensmittel verwendet wird. Da keine andere natürliches Nahrung als Milchlaktose enthält, für ein verdauungsförderndes Enzym bei adulten Tiere und erwachsene Menschen keine physiologischen Notwendigkeiten vorlag.

Infolgedessen sind wir Menschen wie alle anderen Säugetiere ursprünglich keine Laktaseschöpfer im Erwachsensein. Noch bis vor wahrscheinlich zwölftausend Jahren produzierten die erwachsenen Menschen auf der ganzen Welt überhaupt keine Laktase in ihrem Dünndarm Daher konnte der Mensch bis dahin keine Milcherzeugnisse und Molkereiprodukte aufschließen. Nur mit der Zähmung von domestizierten Haustieren und Herden, die in einigen Gebieten bereits ab etwa 5000 v. Chr. abgemolken wurden, entwickelte sich Fähigkeit zur Bildung des Enzyms Laktase noch im erwachsenen Alter.

Das Fähigkeit zur Bildung des Verdauungsenzyms basiert auf einer Gen-Mutation, wie die neuesten Forschungsergebnisse zeigen3. Es ist ein sehr junges Phänomen in der Geschichte der Menschheit, das nur beim Menschen zu finden ist (ausgeprägt). Es ist im Unterschied zum Lactasemangel, der in rezessiver Weise ererbt wird, überwiegend erblich bedingt. Wäre die Gen-Mutation ist seit langem im humanen Gen-Pool präsent, müsste die Laktase-Dominanz ist viel weiter verbreitet als tatsächlich

Angeborener Lactasemangel kennzeichnet die angeborenen Unfähigkeit zur Bildung von Lactase und ist ein Unfähigkeit seltenes Phänomen, das in der Regel zu einem Tod führt, wenn es nicht beachtet wird. Die Lactasemangel von sekundäre ist auf eine Krankheit von Dünndarms zurückzuführen, z.B. Schätzungsweise 80% der Menschen sind lactoseintolerant (LI) und werden als Alactasianer bezeichnet.

In den weißen Volksgruppen nordeuropäischer Ursprung ist der Mangel an Laktase in beträchtlichem noch immer da. Der überwiegende Teil davon gehört jedoch den Laktaseschöpfern. Sie werden Lactasians genannt. Die weißen Überseeverwandten, weiße Amerikaner, Südafrikaner, AustralierInnen und Neuseeländer, sind auch überwiegend LaktasierInnen. Bei der Bevölkerung von dänischen und Schweden sollen nur ca. 3 % Laktoseunverträglichkeit auftreten, Holländer 10 %, Deutsch 15 %, Finnisch 18 %, Polnisch 25 %, Österreichisch 20 %, Französisch 30 %, Norditalienisch 30 %, Süditaliener 60-70 %, Griechisch 70 %.

Gleiches trifft auf für Ost-Europa zu, je weiter östlich, desto höher die Quote auf Milchzuckerunverträglichkeit. Für Die anderen Länder gelten: Indios, Australier und neuseeländische Einheimische, Nord- und für Einheimische, Grönlandeskimos, Schwarze, die zwischen 90% und 100% ihrer Bevölkerung intolerant gegenüber Laktose sind. Für Südafrika, zum Beispiel Tutsi in Ruanda, und Menschen im Niger-Delta, z.B. Fulani8. Für In Indien beträgt die Quote im Punjab 30%, sonst 60-80% Laktoseintoleranz.

Für Araber etwa 80 %, davon ausgenommen Hamite und nur 10 % Laktoseunverträglichkeit, Türken und für Irans etwa 70 %. Das bedeutet für Deutschland: ca. 10 Mill. der Deutschen Bevölkerung. 2 - 3 Mio. Einwohner von ausländisch-stämmigen, sorgfältig mit 30% Anteil an der Gesamtbevölkerung von überwiegender ausgerechnet.

Ingesamt dürften also ca. 12-13 Mio. Menschen wohnen in Deuschland, davon ca. 1/4 ausländischer Abstammung.

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