Zucker Formel Chemie

Chemie der Zuckerformeln

Bei chemischen Prozessen wird Zucker als Rohstoff für die Herstellung von Tensiden, Polyolen und anderen Produkten verwendet. General: Haushaltszucker ist reine Saccharose. Fischer-Strukturformel (=Fischer-Projektion) zurück nach rechts. Nebenbei bemerkt: Die Begriffe Zucker, Saccharid und Kohlenhydrate werden als Synonyme verwendet! In der Chemie ist die Haworth-Formel eine gängige Darstellungsmethode für ringförmige fünf- und sechsgliedrige Moleküle.

mw-headline" id="Zuckerherstellung">Zuckerproduktion

Der Zucker ist einerseits ein Oberbegriff für alle süßen Zuckerarten (Einfach- und Doppelzucker), aber auch der Handelsname für die Doppelzucker-Saccharose. Der Begriff "Zucker" kommt aus dem Sanskritwort ????? (?arkar?) für "süß", das als sukkar (?arkar?, Verb: sakkara) ins Arabische und von dort in den europ.

Die wichtigsten Quellen sind Rohrzucker (Anbau in den Tropen) und Zuckerrüben (Anbau in gemässigten Breiten, z. B. Mitteleuropa) sowie die transgenen Zuckerrüben H7-1 (USA). Abhängig vom gewünschten Grad der Reinheit wird der Zucker mehrfach umgekippt und gereinig. In Persien wird der mit Klärungsmitteln (proteinhaltige Substanzen und Kalk) behandelte Rohrzucker saft in Holz- oder Tonzapfen abgefüllt, der Zucker wird in der Düse auskristallisiert.

Im Spätantiquariat: Der Zucker wird in Rom als luxuriöses Gut sehr wohlhabender Patrizierer bewiesen und aus Indien oder Persien eingeführt. Mit den Kreuzrittern kam der Zucker zum ersten Mal seit der Frühzeit nach Europa. 1747: Andreas Sigismund Marggraf findet den Rübenzuckergehalt. 1800: Rund 250.000 Tonnen Rohrohrzucker wurden auf der ganzen Welt produziert.

1801: Der Apotheker Franz Carl Achard legt den Grundstein für die industrielle Zuckererzeugung. Im schlesischen Cunern wird die erste Zuckerfabrik der Erde errichtet. 1806: Die Kontinentalblockade Napoleons hat großen Einfluß auf den europ. 1840: Der erste Zuckerwürfel der Erde, der von Jacob Christoph Rad in Böhmen (Direktor der Zuckerfabrik Datschitz) entwickelt wurde, wurde mit roten Lebensmittelfarben gefärbt, weil sich seine Ehefrau Juliane Rad beim Ausbrechen aus den bisher gebräuchlichen Zuckerhüte den Zeigefinger verletzte und ihren Mann aufforderte, kleine Mengen Zucker zu produzieren.

Nichtsdestotrotz hatte Mrs. Rad die blutbefleckten Zuckerstückchen ihren Besuchern zur Verfügung gestellt, da Zucker damals sehr kostbar war. Um 1850: Mit Beginn der industriellen Produktion sinkt der Zuckerkurs. Zucker wird so zum Alltagsgut. In einigen Zuckerbetrieben lag die tägliche Produktion aufgrund verbesserter Press- und Extraktionsprozesse bereits bei rund 2.500 Tonnen.

1900: Die Zuckerproduktion, mehr als die Haelfte davon aus Zuckerrüben, belief sich auf rund 11 Mio. tonnen. Seit 1900: Die Zuckerwirtschaft profitiert vom allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau (z.B. Einsatz von Elektroantrieben statt Dampf). Die Internationale Fachkommission für Uniforme Zuckeranalytik (ICUMSA), eines der traditionsreichsten Standardisierungsgremien um die Jahrtausendwende 1900 Andreas Sigismund Marggraf bewies 1747, dass Zucker in Zuckerrübensaft vorkommt.

Durch die von seinem Studenten Franz Karl Achard um 1800 entwickelten Herstellungsverfahren entstand 1825 die Rübenzucker-Industrie, die bereits Ende des neunzehnten Jahrhundert weltweit so viel Zucker produzierte wie die herkömmliche Rohrzucker-Industrie. Es ist der Agrarwirtschaft mit einem hohen Zuckeranteil im Rübenanbau geglückt. Zahlreiche Apotheker und Monteure haben mit Rationalisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen die Rübenzuckerbranche trotz der saisonal bedingten vergleichsweise niedrigen Kapazitätsauslastung der Werke profitabel gemacht (die so genannte Kampagne).

Zu den drei größten Zuckererzeugern gehören Brasilien, Indien und China, die größten Erzeugerländer in Europa sind Frankreich, Deutschland und Polen. In 2011 wurden 168,25 Mio. t Zucker produziert. Auch Brasilien hat den größten Pro-Kopf-Verbrauch an Zucker, obwohl dies wahrscheinlich auf die intensive Verwendung von Bio-Ethanol als Kraftstoff zurückzuführen ist.

In der EU wird regelmässig ein Zuckerpreisbericht publiziert. Von 2006 bis 2009 betrug der Kurs rund 600 EUR pro Tonne, sank dann 2010 auf unter 500 EUR und erhöhte sich ab Oktober 2011 signifikant (Dezember 2012: 728 EUR). 3] Die Erntevolumina in der EU und anderen Ländern, insbesondere der AKP ( "African, Caribbean and Pacific") Group, haben Einfluss auf die Zuckerpreise.

Braunzucker: Braunzucker ist ein Sammelbegriff für alle Zucker mit Braunfärbung. Es gibt verschiedene Prozesse zur Herstellung von braunem Zucker: Zum Beispiel werden weisse Kristallzucker mit braunem Zuckerrohrsirup vermischt, sie werden aus durch Wärmeeinwirkung gebräunten Sirups (Karamellisierung) oder aus Gemischen von weissen und braunen Sirups kristallisiert; seltener sind sie Zwischenerzeugnisse in der Zuckerproduktion.

Klebesirup gibt dem Zucker Farbe und klebrig saftige Beschaffenheit. Demerara Zucker: Weisser Rohzucker gemischt mit Zuckerrohrmelasse. Farbstoff: Feine, braune Zucker, durch Zugabe von Sirup goldbraun eingefärbt. Apfelzucker: wirkt wie kleine Hagelschläge, zum Dekorieren von Backwaren oder als Brotaufstrich; aus raffiniertem Zucker durch Agglomerationen. Candy Farin: Braune Bonbons mit kleinerem Kristall.

Bonbons: Kristallzucker in verschiedenen Größen und Farben, gebildet durch die langsame Kristallisation von Reinzucker. Für die Herstellung von braunem Bonbon wird karamelisierter Zucker zugesetzt; die selbe Süsskraft wie bei der Raffinade. Karamell: Brauner Stoff, der durch Erwärmen von Zucker hergestellt wird. Kastorzucker: Besonders feiner Zucker (ca. 0,35 Millimeter Korngröße), der durch Sieben hergestellt wird. Molasse: "Produktionsrückstand" der Zuckerproduktion, der als schwarzbrauner Syrup zurückbleibt; wird zur Herstellung von Alkohol oder Hefe verwendet, auch als Tierfutter.

Für die Rumproduktion wird Zuckerrohrmelasse verwendet. Pilé-Zucker: Weißen Zucker aus Zuckertellern in Stückchen brechen. Staub- oder Puderzucker: raffinierter, gemahlener Zucker, der zur Produktion von Zuckerguss und zum Brennen verwendet wird. Raffinadezucker (meist Granulatzucker genannt): der am häufigsten verwendete weiße Hauszucker, der aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe gewonnen und durch Raffinieren gesäubert wird. Bestehend aus mindestens 99,7 Prozent Sucrose, muss besondere Anforderungen an die Reinheit erfüllen, gefertigt in unterschiedlichen Körnungen.

Zuckerrohrzucker: Zucker aus Zuckerrohr; Synonym für Sucrose, chemische Identität mit Zuckerrüben. Oft wird Zuckerrohr im Produzentenland als roher Zucker verkauft, in Spezialzuckerraffinerien gelöst, rekristallisiert (=raffiniert) und, je nach den Bedürfnissen des örtlichen Markts, in unterschiedlichen Varianten an die Konsumenten verkauft. Ganzrohrzucker: der pure, trockene Fruchtsaft des Zuckers.

Bestehend aus 93% Sucrose und anderen Zuckern, aber auch aus Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Vollkornzucker: der pure, trockene Rübensaft, Rübenzucker. Weißer Zucker ist die rechtlich abgesicherte Benennung einer Zuckersorte. Zuckerbrot: Konische Struktur aus weissem Zucker. Ursprünglich die gebräuchliche Form des Handels mit Zucker, heute nahezu ausschließlich zur Produktion einer Feuerzangenschale.

Zuckerkaramel: Sehr dunkle und daher nicht mehr süße Karamelllösung, die zum Einfärben von Lebensmitteln eingesetzt wird. Zuckerpumpen: werden aus Zuckerrohr gefertigt. Zuckerkrümel: Typisches holländisches Topping (holländisch: Hagel) zum Fruehstueck aus farbigem Zucker. Vollmilchzucker: Feine weiße Zuckermischung mit echten Vanillepulpe. Vanillin-Zucker: Statt richtiger Vollmilch wird Vanillin-Aroma mit feinstem Weißzucker mischen.

Konditorei: Rührmischung aus gekochten Zucker und Glucosesirup, zur Herstellung von Zuckerguss auf Backwaren und Kuchen, für die Füllung von Süßigkeiten, Pralinés und Konditoreiwaren. Neben Glukose ist es einer der wichtigsten Bestandteile des Honigs (27 bis 44%). Überwiegend aus Mais- oder Getreidestärke. Infolgedessen ist diese Art von Zucker auch im Forsthonig enthalten.

Malzzucker: Zucker, der aus der bei der Herstellung von alkoholischen Getränken verwendeten Speisestärke gewonnen wird. Stärkezucker: Alle aus Speisestärke gewonnenen Zucker (z.B. Maisstärke), einschließlich : Isoglukose, Stärkesirup, Glukosesirup Maltodextrin; in der Wirtschaft immer häufiger anzutreffen, häufiger eine Zuckerersatz. Weintraubenzucker (auch Traubenzucker oder Traubenzucker genannt): Wird aus Speisestärke gewonnen und ist der Basisbaustein vieler Polysaccharide.

Zuckeralkohol: wird als Zuckerersatzstoff eingesetzt. Der Abbau von Zucker während der Verarbeitung ist geringer als bei normalem Zucker. Wichtig für nicht insulinabhängige Zuckerkranke, z.B. Sorbit, Xylit, Mannit und Malzit Andere Süßstoffe: künstlich gewonnene Zucker aus Pflanzen: toxischer "Bleizucker" Pflanzensüßstoffe: Zuckerwurzeln (sium sisarum), Palmzucker: ein Auszug aus dem Saft der Nipa und Zuckerpalmen (Unterfamilie Arecoideae).

Es ist weniger süss als andere Zucker und hat eine karamellähnliche Ausprägung. In Österreich betrug der Jahreszuckerverbrauch 1997 40,4 kg pro Kopf und hat sich damit in den vergangenen 150 Jahren verzwanzigfacht, was als Grund für die Zunahme der Fettleibigkeit eine wichtige Bedeutung haben wird. Leichtverdauliche Kohlehydrate wie Zucker verursachen auch stärkere Insulinschwankungen, die als höhere glykämische Belastung bezeichnet werden, was sich auch hier nachteilig bemerkbar macht.

Der Verzehr von zuckerhaltigen Getränken schon im frühen Kindesalter stellt die Ernährung in Frage. Mixgetränke wie Cola oder Limo, aber auch Fruchtsaftkonzentrate beinhalten bis zu 120 g Zucker pro l, das sind 40 Zuckerwürfel und mit ca. 2 Mio. ein Viertel des Tagesumsatzes eines 70 kg leichten Manns. Der kausale Anteil von Zucker an der Entwicklung von Karies ist heute unbestritten.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Zucker in Gestalt von Hauszucker, Bienenhonig, leicht verdauliche Speisestärke oder ähnliches vorliegt. Ein bekannter Kritikpunkt am Konsum von "Industriezucker" war Max Otto Bruker, ein Repräsentant einer Naturkost, der sich über Jahrzehnte auch vor Gericht mit der Interessenvertretung der Zuckerhersteller und -verarbeiter beschäftigte. Entgegen dem, was der Begriff suggerieren könnte, wird Diabetes nicht unmittelbar durch den Verzehr von Zucker induziert.

Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährungswissenschaft (DGE) wird eine faserreiche und ausgeglichene Diät empfohlen, die den Zuckerverbrauch einbezieht. Die Verwendung von Zucker anstelle von Zucker kann von Vorteil sein, z.B. in Tees oder Kaffe. Außerdem hat er eine um ca. 40% erhöhte Süsskraft. Zuckerhunger durch Zuckerverzehr? In zahlreichen Untersuchungen wurde der Bezug zwischen Zuckerverzehr und Sucht erforscht.

Der Zucker ist ein wichtiger erneuerbarer Grundstoff (NawaRo). Es wird hauptsächlich als Disaccharid Saccharose aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe extrahiert. Die Zuckerpolymerstärke (ein Polysaccharid) setzt sich aus dem Monomeren Glukose (ein Monosaccharid) zusammen und wird zum Beispiel aus Cerealien, Weizen und Speisekartoffeln hergestellt. Ein wichtiger Einsatzbereich ist die Energierückgewinnung, wie die Produktion von Biobrennstoffen aus Zucker oder Stärke[5] oder die thermale Nutzung von Zellulose als Brennholzkomponente.

Von großer Wichtigkeit ist auch die materielle Verwendung von Zucker. Zucker wird in der Chemie als Rohmaterial für die Produktion von Tensiden[6], Polyole und anderen Erzeugnissen verwendet. Das Braunfärben beim Erwärmen (> 140 C) basiert auf einer nicht-enzymatischen Chemikalie, der Karamelisierungsreaktion. Die Schmelztemperatur des Zucker ist auch für die einfache Temperaturkalibrierung eines Ofens geeignet.

www.wissenschaft-online.de. Erneuerbare Rohstoffe: Zucker im Tank - spectrumdirect. www.wissenschaft-online.de. Zurückgeholt 26. November 2009. Zucker - eine vielversprechende erneuerbare Ressource. www.profil.iva.de. Zurückgeholt am 26. September 2009 Edmund Lippmann: Die Zuckergeschichte seit der Antike. Kulturelle Vergangenheit des Zucker. Universitätscampus, Frankfurt am Main und New York 1992, ISBN 3-593-34721-0 P. W. van der Poel, H. Schiweck, T. Schwartz: Zuckertechnik, Rüben- und Rohrzuckerproduktion.

Barkeeper, Berlin 2000, ISBN 3-87040-070-6 Christoph Maria Merki: Zucker gegen Sakcharin. Promotion Uni Bern 1990 Campus, Frankfurt am Main und New York 1993, ISBN 3-593-34885-3 Ferdinand Schneider: Technology of Sugar.

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