Zucker über Zucker

Sugar over sugar

Dr. Bruker: "Zucker ist nicht nur süß, er ist gefährlich. Der Zucker zaubert - sagt die Industrie. Und ich beweise: Zucker beschwört Krankheiten. Der Zucker ist nicht nur süß, er ist gefährlich.

Wir hatten es mit einem so großen Überangebot an Zucker zu tun.

Zucker, Zucker.... von Max O. Bukarest - Buchen

Dr. Bruker: "Zucker ist nicht nur süss, er ist sogar schädlich. Der Zucker beschwört - sagt die Branche. Und ich beweise: Zucker beschwört Seuchen. Die Industrieländer sind seit langem an Zucker gebunden wie Fixiermittel an Nadeln. "Das ist eine Gesundheitstragödie von kriminellen Ausmaßen." Von den Inhalten: Schreibe eine Kundenmeinung zu diesem Artikel und gewinne einen 15,- EUR bücher.de-Gutschein!

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Wer seine Gesundheit bewahren will, sollte nicht so viele ungesättigte Fettsäuren und Cholesterine zu sich nehmen. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte gibt es weltweit mehr Übergewichtige als Mindergewichtige (Lancet:NCD Risk Factor Collaboration, 2016). Die mit Fettleibigkeit verbundenen Krankheiten stiegen ebenfalls an. Kaum jemand hat auf den gehört, der schon 1972 in seinem Werk Rein, Weiss und Tot (Rein, Weiss, Tödlich) vor Zucker warnte: John Yudkin.

"Wenn nur ein kleiner Teil von dem, was wir über die Auswirkungen von Zucker wissen, über jedes andere Nahrungsmittel bekannt wäre, wäre es umgehend verboten", schreibt die Ernährungswissenschaftlerin aus London. Aber Yudkin musste dafür einen großen Betrag aufbringen. Wenn Yudkin in dem Jahr, in dem er in Rente ging, sein Werk verfasste, befürworteten die meisten seiner Kollegen eine andere These, die sich zehn Jahre vorher von den USA ausbreitet hatte.

Die Grundhaltung: Eine ausgewogene Diät ist eine Diät mit wenig Fette. Yudkin, Ernährungsprofessor am Londoner Königin Elizabeth Kolleg, leitete eine schrumpfende Dissidentengruppe, die glaubte, dass Zucker - nicht Fette - die weitaus häufigere Ursache für Volkskrankheiten wie Übergewicht, Herzkrankheiten und Zuckerkrankheit sei. JUDKIN stellte fest, dass Zucker seit 300 Jahren ein zentrales Element der abendländischen Nahrung ist.

Die gesättigten Fette hingegen sind mit unserer Entwicklung verknüpft. Zudem war er nicht von den wenigen vermeintlichen Hinweisen darauf ueberzeugt, wie schlecht es uns geht. Diese hatten Erfahrung im Kampfeinsatz und haben nicht gezögert, den guten Namen derjenigen zu vernichten, die ihre Ideen in Frage stellten. Die amerikanische und die europäische Regierung empfahlen ihren Bürgerinnen und Bürger, weniger fettreiche und cholesterinarme Nahrungsmittel zu sich zu nehmen.

Yudkin, dessen Vorstellung von Zucker zuvor weitgehend mit der Öffentlichkeit übereinstimmte, wurde ausgeschlossen. Auch wenn einige bezweifelten, dass Fette das grösste Nahrungsproblem der Welt sind. Wer weniger Fette isst, nimmt in der Regel mehr Kohlehydrate zu sich. Da gesättigte Fette zum grössten Gegner gesunder Nahrung ernannt wurden, wurde die viel grössere Gefahr des vielseitigsten, schmackhaftesten und ungesundesten Kohlenhydrats von allen übersehen:

Zucker. Nur in den vergangenen zehn Jahren ist es in wissenschaftlichen Kreisen wieder möglich geworden, zu erforschen, was Zucker dem Organismus anrichtet. Nach der Untersuchung der Auswirkungen von Zucker auf das Stoffwechselsystem ebnete der New-Yorker Kinderarzt und Experte für Fettleibigkeit Robert Lustig den Weg für diese Untersuchung. Gefragt, warum sich niemand jahrelang den Risiken des Zuckers verschrieben hätte, sagt Lustig: "Wegen John Yudkin.

"In den USA konzentrieren sich nun einige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen auf die Forschung zu den Auswirkungen von Zucker. Der Zucker erscheint mir die schlimmste Lösung. Ein Team um den Stanford-Forscher Sanjay Basu (PlosOne: Basu et al., 2013) hat in 175 Staaten erforscht, wie hoch die Zuckerernährung in Bezug auf die Inzidenz von Typ-2-Diabetes ist.

Die Folge: Wo Menschen mehr Energie aus Zuckerquellen zu sich nehmen als aus anderen Lebensmitteln, nimmt die Anzahl der Zuckerkranken elf Mal so schnell zu, egal wie viel Bewegung sie machen oder wie hoch ihr Body Mass Index (BMI) ist. Es ist nichts Ungewöhnliches, dass Zucker schlecht für uns ist.

Vor kurzem hat die englische Regierung die Dringlichkeit des Problems erkannt, indem sie eine Abgabe auf Zuckergetränke in Anlehnung an andere Staaten wie Frankreich eingeführt hat. Die Epidemie der Fettleibigkeit wird gelegentlich so beschrieben, als sei sie das Ergebnis einer höheren Gewalttätigkeit - ein bedauerlicher Umstand. Das, was mit John Yudkin geschah, deutet etwas anderes an.

Die Zucker-Verschwörung ist etwas, was sich und uns Wissenschaftlern und Ernährungswissenschaftlern unterlaufen ist.

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